Tourenplanung
Was Tourenplanung ist, wie sich manuelle und automatische Tourenplanung unterscheiden und wann sich Software lohnt – kompakt erklärt mit Beispielen.
Redaktion und Fachprüfung: Max Valjan · Zuletzt aktualisiert: 4. August 2026
Wer eine bestehende Planung messbar verbessern will, bewertet in der Tourenoptimierung mehrere zulässige Varianten. Dabei helfen der geplante Leerfahrtenanteil und eine laufend aktualisierte ETA als operative Kennzahlen.
Tourenplanung bezeichnet in Transport und Logistik die Aufgabe, viele Aufträge so auf Fahrzeuge und Stopp-Reihenfolgen zu verteilen, dass alle Sendungen pünktlich und mit möglichst geringen Kosten zugestellt werden. Sie ist eines der klassischen Optimierungsprobleme der Logistik (in der Forschung als „Vehicle Routing Problem" bekannt) – und im Alltag die Disziplin, die über Kilometer, Kraftstoff und Pünktlichkeit entscheidet.
Was in die Tourenplanung einfließt
- Aufträge & Stopps: Abhol- und Zustelladressen, Mengen, Prioritäten.
- Zeitfenster: Zusagen gegenüber Kunden, Öffnungszeiten, Rampenzeiten.
- Fahrzeuge: Zuladung, Lademeter, Fahrzeugklasse und Ausstattung.
- Fahrer: Verfügbarkeit, Schichten, Lenk- und Ruhezeiten.
- Fahrzeiten: realistische Zeiten je Tageszeit statt Luftlinien-Schätzungen.
Manuell vs. automatisch
Bis zu einer Handvoll Stopps funktioniert Tourenplanung mit Erfahrung, Karte und Excel. Danach wächst die Zahl möglicher Reihenfolgen explosionsartig: Schon bei 10 Stopps gibt es über 3,6 Millionen Reihenfolgen, bei 15 Stopps mehr als eine Billion. Manuelle Planung findet dann bestenfalls eine brauchbare Lösung – Software findet in Sekunden eine nahezu optimale und rechnet bei jedem neuen Auftrag einfach neu.
Tourenplanungssoftware verbindet die Optimierung mit dem Tagesgeschäft: Aufträge laufen digital ein, die Disposition gibt Vorschläge frei, und die fertige Tour landet mit Navigation in der Fahrer-App. Verspätungen und Eilaufträge werden unterwegs eingeplant, statt den Tagesplan zu sprengen.
Tourenplanung bei Maxmove
Im Maxmove TMS ist die Tourenplanung Teil der Disposition: Die Optimierung berücksichtigt Zeitfenster, Zuladung und Fahrzeugklasse aus dem Flottenmanagement, und jeder Stopp wird mit digitalem Abliefernachweis quittiert. Für die schnelle Planung ohne System gibt es außerdem die kostenlose Tourenplan-Vorlage.
Was 12 Leerkilometer pro Tag kosten
Eine transparente Modellrechnung für eine kleine Flotte.
Leerkilometer
12 km × 22 Tage
= 264 km pro Monat
Vollkostenannahme
0,72 € pro km
Fahrzeug, Energie und Verschleiß
Monatlicher Hebel
264 × 0,72 €
= 190,08 € je Fahrzeug
Modellrechnung, keine Kundenauswertung. Eigene Kostenwerte einsetzen; Personalkosten können zusätzlich anfallen.