Zuladungs- & Paletten-Rechner für Transporter

Welcher Transporter trägt Ihre Ladung? Fahrzeugklasse wählen und Ladefläche, Zuladung und Palettenstellplätze sehen – oder Gewicht eingeben und die passende Empfehlung erhalten.

  • Echte Praxiswerte je Fahrzeugklasse
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Fahrzeug prüfen

Ladefläche (L × B)
3,2 × 1,7 m
Ladehöhe
1,8 m
Ladevolumen
ca. 10 m³
Zuladung
900–1.200 kg
Palettenstellplätze
4

Ladung eingeben

Empfohlene Fahrzeugklasse

Gewicht eingeben, um eine Fahrzeugempfehlung zu erhalten.

Zuladung, Nutzlast, Leergewicht: was heißt was?

Die Zuladung ist das Gewicht, das Sie tatsächlich auf ein Fahrzeug laden dürfen. Sie ist keine feste Fahrzeugeigenschaft, sondern eine Differenz: zulässiges Gesamtgewicht minus Leergewicht. Beide Werte stehen in der Zulassungsbescheinigung Teil I, dem Fahrzeugschein.

Nutzlast und Zuladung werden im Alltag gleich verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Die Nutzlast ist der Herstellerwert für das unbeladene Serienfahrzeug. Die Zuladung ist das, was nach Ihrem konkreten Fahrzeug übrig bleibt – nach Anhängerkupplung, Regalsystem, vollem Tank und allem, was fest verbaut ist.

Fahrer und Beifahrer zählen mit. Ein 3,5-Tonner mit 1.100 kg rechnerischer Zuladung trägt real oft nur rund 950 kg Ladung, sobald zwei Personen, Werkzeug und ein halbvoller Tank abgezogen sind. Wer knapp plant, sollte das Fahrzeug wiegen lassen statt zu rechnen.

Die Formel

Zuladung = zulässiges Gesamtgewicht (F.2) − Leergewicht (G)

Beide Werte stehen im Fahrzeugschein. Rechnen Sie nie mit dem Herstellerprospekt: Sonderausstattung erhöht das Leergewicht und senkt damit die Zuladung, oft um 100 kg und mehr.

Zuladung aus dem Fahrzeugschein berechnen

Felder F.2 und G der Zulassungsbescheinigung Teil I. Optional die Ladung eintragen, die Sie transportieren wollen.

Alter Fahrzeugschein (vor Oktober 2005): Ziffer 15 = Gesamtgewicht, Ziffer 14 = Leergewicht.

Maximale Zuladung

Beide Werte aus der Zulassungsbescheinigung Teil I eingeben.

Zuladung berechnen in drei Schritten

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    Fahrzeugschein aufschlagen

    Notieren Sie Feld F.2 (zulässige Gesamtmasse) und Feld G (Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs). Beides in Kilogramm.

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    Differenz bilden

    Zuladung = F.2 − G. Beispiel: 3.500 kg − 2.400 kg = 1.100 kg zulässige Zuladung.

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    Mitfahrer und Zubehör abziehen

    Ziehen Sie jede Person außer dem Fahrer ab (Feld G enthält bereits 75 kg für den Fahrer), dazu Werkzeug, Regale, Ladungssicherungsmittel und Anbauten. Was übrig bleibt, ist Ihre reale Ladekapazität.

Welches Feld im Fahrzeugschein bedeutet was?

Die Zulassungsbescheinigung Teil I nummeriert die Gewichtsangaben europaweit einheitlich. Diese fünf Felder brauchen Sie für die Zuladung.

FeldBezeichnungBedeutung
F.1Technisch zulässige GesamtmasseWas das Fahrzeug technisch tragen darf – kann höher liegen als der zugelassene Wert
F.2Zulässige GesamtmasseDer rechtlich maßgebliche Wert. Damit rechnen Sie die Zuladung
GMasse des in Betrieb befindlichen FahrzeugsDas Leergewicht inklusive 90 % Tankfüllung und 75 kg Fahrer
O.1Anhängelast gebremstMaximales Gewicht eines gebremsten Anhängers
O.2Anhängelast ungebremstMaximales Gewicht eines ungebremsten Anhängers

Achtung bei Feld G: Die 75 kg Fahrer sind dort bereits enthalten. Wer den Fahrer zusätzlich abzieht, rechnet sich ärmer als nötig – der Beifahrer und jede weitere Person zählen dagegen voll gegen die Zuladung.

Alle Fahrzeugklassen im Überblick

KlasseLadefläche (L × B)LadehöheVolumenZuladungEuropaletten
Pkw / Kombi1,9 × 1 m0,75 m1,5–2 m³400500 kg
Kompakt-Kastenwagen (Caddy, Kangoo)1,8 × 1,2 m1,2 m3–4 m³600700 kg2
Transporter mittel (Vito, Transporter)2,6 × 1,6 m1,35 m5–8 m³8001.100 kg3
Sprinter L2H23,2 × 1,7 m1,8 mca. 10 m³9001.200 kg4
Sprinter L3H2 (langer Radstand)4,3 × 1,7 m1,9 m13–14 m³8001.100 kg5
3,5-Tonner Koffer4,2 × 2,1 m2,2 m17–20 m³9001.400 kg8
3,5-Tonner Pritsche (offen)4,2 × 2,1 moffenoffen1.0001.500 kg8

Praxiswerte typischer Modelle; Zuladung variiert mit Ausstattung und Aufbau. Verbindlich ist der Fahrzeugschein: zulässiges Gesamtgewicht (F.1/F.2) minus Leergewicht (G).

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Was bei Überladung passiert

Überladung ist eine Ordnungswidrigkeit und wird nach dem Prozentsatz der Überschreitung geahndet – gestaffelt und ab einer bestimmten Schwelle mit Punkten in Flensburg. Belangt wird in der Regel nicht nur der Fahrer, sondern auch der Halter, meist mit dem höheren Betrag.

Die drei Folgen, die weh tun

  • Bußgeld für Fahrer und Halter

    Die Sätze steigen mit dem Überschreitungsgrad und liegen für Fahrzeuge über 3,5 t deutlich höher als für Transporter. Die verbindlichen Beträge stehen im jeweils gültigen bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog.

  • Untersagung der Weiterfahrt

    Bei einer Kontrolle wird die Fahrt bis zum Abladen untersagt. Die Kosten für Umladung, Standzeit und ein zweites Fahrzeug trägt der Auftraggeber – regelmäßig ein Vielfaches des Bußgelds.

  • Haftung im Schadensfall

    Bei einem Unfall mit überladenem Fahrzeug kann der Versicherer Leistungen kürzen, und die Frage des Mitverschuldens stellt sich neu. Das ist das eigentliche Risiko, nicht der Bußgeldbescheid.

Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht: Sie ändern sich mit jeder Novelle des Bußgeldkatalogs. Maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung – rechnen Sie lieber vorher mit dem Rechner oben, als sich auf einen Katalogwert zu verlassen.

Paletten passen selten bis zum Gewichtslimit

Ein Sprinter L3 nimmt fünf Europaletten auf die Ladefläche, aber nur rund 1.100 kg. Bei durchschnittlich 300 kg je Palette ist das Gewicht nach knapp vier Paletten erreicht – die Fläche limitiert also seltener als das Gewicht. Prüfen Sie deshalb immer beides: Stellplätze über den Lademeter-Rechner, Gewicht über diesen Rechner.

Häufige Fragen zur Zuladung

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