Lademeter berechnen: kostenloser Lademeter-Rechner

Palettentyp wählen oder Maße eingeben – der Rechner zeigt sofort, wie viele Lademeter Ihre Fracht belegt und wie viel Platz im Sattelzug das bedeutet.

  • Standard-Formel (Länge × Breite) / 2,4
  • Euro-, Industrie-, Halbpalette & Gitterbox
  • Kostenlos, ohne Anmeldung

Ladung erfassen

Ergebnis

0,40 Lademeter

Das entspricht rund 3 % eines Standard-Sattelaufliegers (13,6 Lademeter).

Rechnung ohne Stapelung und ohne Gewichtsgrenzen – bei stapelbarer Ware oder schwerer Fracht kann der tatsächliche Platzbedarf abweichen.

Was ist ein Lademeter?

Ein Lademeter (ldm) ist ein laufender Meter Ladefläche über die volle Breite eines LKW – bei 2,40 m Innenbreite also 2,4 m². Speditionen rechnen sperrige, nicht stapelbare Fracht nach Lademetern ab, weil sie die Fläche blockiert, egal wie schwer sie ist. Die Standard-Formel lautet: Lademeter = (Länge × Breite) ÷ 2,4.

Eine Europalette (1,20 × 0,80 m) belegt damit 0,4 Lademeter, eine Industriepalette 0,5. Ein Standard-Sattelauflieger hat 13,6 Lademeter – dort passen 33 bis 34 Europaletten in einer Ebene hinein.

Die Höhe geht nicht in die Rechnung ein, solange sie unter der Innenhöhe des Fahrzeugs bleibt. Ein flacher, breiter Gegenstand kann deshalb mehr Lademeter kosten als ein hoher, schmaler – für den Preis zählt allein die blockierte Bodenfläche.

Neben den Lademetern braucht eine Spedition zwei weitere Angaben, um verbindlich zu kalkulieren: ob die Ware stapelbar ist und wie schwer sie tatsächlich ist. Beides verändert den Preis stärker als ein paar Zentimeter Grundmaß.

Lademeter berechnen in vier Schritten

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    Grundmaß je Position erfassen

    Messen Sie Länge und Breite jeder Ladeeinheit am Boden – nicht die Höhe. Bei genormten Packmitteln reicht die Auswahl im Rechner: Europalette 1,20 × 0,80 m, Industriepalette 1,20 × 1,00 m, Gitterbox 1,24 × 0,835 m.

  2. 2

    Fläche durch 2,4 teilen

    Lademeter = (Länge × Breite) ÷ 2,4. Die 2,4 ist die nutzbare Innenbreite eines Standard-Aufliegers in Metern. Eine Europalette ergibt (1,20 × 0,80) ÷ 2,4 = 0,4 Lademeter.

  3. 3

    Stapelbarkeit berücksichtigen

    Was übereinander stehen darf, halbiert die belegte Fläche. Zwei Ebenen bedeuten Lademeter ÷ 2. Nicht stapelbare Ware bleibt bei der vollen Fläche – im Zweifel nicht stapelbar rechnen.

  4. 4

    Positionen addieren und gegen das Fahrzeug prüfen

    Alle Positionen summieren und mit der Lademeter-Kapazität des Fahrzeugs vergleichen. Liegt die Summe über der Kapazität, brauchen Sie eine Fahrzeugklasse mehr oder eine zweite Tour.

Lademeter-Tabelle der gängigen Packmittel

PackmittelGrundmaßLademeter
Europalette (1,20 × 0,80 m)1,2 × 0,8 m0,40
Industriepalette (1,20 × 1,00 m)1,2 × 1 m0,50
Halbpalette (0,60 × 0,80 m)0,6 × 0,8 m0,20
Gitterbox (1,24 × 0,835 m)1,24 × 0,835 m0,43

Werte pro Stück in einer Ebene, ohne Stapelung.

Wie viele Lademeter hat welches Fahrzeug?

Die Lademeter eines Fahrzeugs sind die Ladefläche geteilt durch 2,4 – bei LKW mit voller Innenbreite entspricht das der Länge des Aufbaus. Diese Tabelle zeigt, wie weit Ihre berechneten Lademeter reichen.

FahrzeugLademeterEuropalettenTypisch für
Transporter mittel (Vito, Transporter)1,73Einzelne Paletten, Stückgut im Nahverkehr
Sprinter L2H22,34Kurierfahrten mit mehreren Kolli
Sprinter L3H2 (langer Radstand)3,05Direktfahrten, Möbel-Einzelstücke
3,5-Tonner Koffer3,78Palettierte Ware ohne LKW-Führerschein
7,5-Tonner Koffer6,215Filialbelieferung, Baustellenlogistik
12-Tonner7,218Regionale Verteilerverkehre
Sattelzug (Standardauflieger)13,634Komplettladungen im Fernverkehr
Gliederzug (Motorwagen + Anhänger)15,438Zwei getrennte Ladeeinheiten, mehr Stopps
Jumbozug16,140Volumenfracht mit geringem Gewicht

Werte in einer Ebene, ohne Stapelung. Die Transporter- und 3,5-Tonner-Zeilen stammen aus derselben Fahrzeugdatenbasis wie unser Zuladungsrechner. Die LKW-Zeilen sind die üblichen Nennlängen der Aufbauten – konkrete Fahrzeuge weichen je nach Aufbauhersteller ab, fragen Sie bei knapper Planung die tatsächlichen Innenmaße ab.

Stapelfaktor: der größte Hebel auf den Preis

Stapelbarkeit ist die einzige Stellschraube, mit der Sie Lademeter halbieren, ohne die Ware zu verändern. Deshalb fragt jede Spedition im Angebot danach – und deshalb ist eine falsche Angabe hier teurer als jede andere.

Lademeter gestapelt = Lademeter ungestapelt ÷ Anzahl der Ebenen

Acht Europaletten belegen ungestapelt 3,2 Lademeter. Sind sie doppelstockfähig, sind es 1,6 Lademeter – bei einem typischen Stückguttarif rund die Hälfte der Fracht.

Stapelbar ist nicht dasselbe wie „passt übereinander". Entscheidend sind Verpackungsfestigkeit, Gewicht der oberen Lage und die Freigabe des Absenders. Wer nicht stapelbare Ware als stapelbar anmeldet, zahlt die Differenz nachträglich – die Spedition stellt den tatsächlich belegten Platz in Rechnung.

Frachtpflichtiges Gewicht: 1.750 kg pro Lademeter

Speditionen berechnen nicht das reale Gewicht, sondern das frachtpflichtige Gewicht. Es ist der höhere der beiden Werte: tatsächliches Gewicht oder belegte Lademeter multipliziert mit einem Umrechnungsfaktor. Im deutschen Stückgutverkehr sind das üblicherweise 1.750 kg je Lademeter.

Der Grund ist einfach: Ein Kubikmeter Styropor blockiert genauso viel Auflieger wie ein Kubikmeter Stahl. Ohne diese Regel würde Volumenfracht faktisch gratis mitfahren. Einzelne Tarife rechnen mit abweichenden Faktoren – der Wert im Frachtvertrag geht immer vor.

Beispiel: 2 Lademeter, reales Gewicht 900 kg. Frachtpflichtig sind 2 × 1.750 = 3.500 kg. Abgerechnet werden 3.500 kg, nicht 900 kg.

Lademeter, Kubikmeter, Stellplatz und Frachtmeter

EinheitMisstVerwendet bei
Lademeter (ldm)Laufende Meter Ladefläche über die volle BreiteStückgut, Teil- und Beiladungen – der Standard in deutschen Speditionstarifen
Kubikmeter (m³)Volumen inklusive HöheUmzüge, Luft- und Seefracht, Paketdienste
StellplatzEine Palettenstellfläche am BodenLagerung und palettenbasierte Tarife
FrachtmeterSynonym für LademeterWird regional gleichbedeutend verwendet

Die Höhe spielt beim Lademeter keine Rolle, solange sie unter der Innenhöhe bleibt. Wer in Kubikmetern denkt, unterschätzt deshalb regelmäßig die Fracht für flache, breite Ware.

Drei durchgerechnete Beispiele

6 Europaletten, nicht stapelbar

6 × 0,4 = 2,4 Lademeter. Das passt in einen 3,5-Tonner Koffer, aber nicht mehr in einen Sprinter L2. Frachtpflichtiges Gewicht: 2,4 × 1.750 = 4.200 kg.

4 Gitterboxen plus 10 Kartons à 0,6 × 0,4 m

Gitterboxen: 4 × (1,24 × 0,835) ÷ 2,4 = 1,73 Lademeter. Kartons: 10 × (0,6 × 0,4) ÷ 2,4 = 1,0 Lademeter. Summe 2,73 Lademeter – aufgerundet plant die Spedition mit 2,8.

Eine Maschine, 3,10 × 1,45 m, nicht stapelbar

(3,10 × 1,45) ÷ 2,4 = 1,87 Lademeter. Weil nichts darüber geladen werden kann, wird die volle Höhe blockiert – viele Speditionen berechnen solche Sendungen mit einem Zuschlag auf den Lademeter.

Fünf Fehler, die Lademeter teuer machen

  • Mit der falschen Breite rechnen

    Die 2,4 m sind die Innenbreite, nicht die Außenbreite des LKW. Wer mit 2,5 oder 2,55 m rechnet, kommt auf zu wenige Lademeter und bekommt am Verladetor eine Korrektur.

  • Überstand ignorieren

    Ragt Ware über die Palette hinaus, zählt das tatsächliche Grundmaß, nicht das Palettenmaß. Eine Europalette mit 10 cm Überstand pro Seite ist keine 0,4 Lademeter mehr.

  • Nach unten runden

    Speditionen runden auf die nächste übliche Stufe auf, meist auf 0,1 Lademeter. Wer selbst abrundet, kalkuliert die Fracht systematisch zu niedrig.

  • Stapelbarkeit zu optimistisch angeben

    Die Angabe wird beim Verladen geprüft. Stimmt sie nicht, wird der real belegte Platz berechnet – plus möglicher Standzeit, wenn die Tour neu disponiert werden muss.

  • Nur das reale Gewicht melden

    Ohne Lademeter-Angabe rechnet die Spedition das frachtpflichtige Gewicht selbst aus. Wer beide Werte angibt, kann das Angebot prüfen statt es hinzunehmen.

Wo Lademeter über den Preis entscheiden

Im Stückgutverkehr sind Lademeter die Abrechnungsgrundlage: Sendungen mehrerer Absender teilen sich einen Auflieger, und jeder zahlt für den Platz, den er blockiert. Dasselbe gilt für Beiladungen, bei denen Ihre Ware freie Kapazität einer ohnehin fahrenden Tour nutzt.

Bei Teilladungen ab etwa 6 Lademetern und bei Komplettladungen verliert die Kennzahl an Bedeutung – dann wird der Auflieger als Ganzes bepreist. Für Direktfahrten mit Transporter oder 3,5-Tonner zählt statt der Lademeter meist die Zuladung, weil das Gewicht früher limitiert als die Fläche.

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Häufige Fragen zum Lademeter

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