Die großen Frachtenbörsen sind für Paletten, Teil- und Komplettladungen gebaut – nicht für Transporter. Wer mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen unterwegs ist, findet dort vor allem Ladung, die nicht zum Fahrzeug passt, und zahlt die Lizenz trotzdem jeden Monat. Ob sich eine Börse für Ihre Flotte lohnt, entscheiden vier Kriterien: Ladungsprofil, Kostenmodell, Zahlungsziel und Disposition. Dieser Ratgeber sortiert die Plattformtypen und zeigt, welche Kombination für kleine Flotten funktioniert.
Die vier Plattformtypen im Überblick
| Typ | Typische Ladung | Kostenmodell | Für Flotten bis 3,5 t |
|---|---|---|---|
| Klassische Frachtenbörse (z. B. Timocom, Trans.eu, Teleroute) | Paletten, Teil-/Komplettladung, europaweit | Lizenz/Abo – fällig unabhängig vom Auftragseingang | Eingeschränkt: Ladungsprofil meist zu groß |
| Endkunden-Marktplätze (Auktionsprinzip) | Möbel, Umzüge, sperrige Einzelstücke | Provision oder Gebühr je Auftrag | Passendes Ladungsprofil, aber Preisdruck durch Unterbieten |
| Maxmove Plattform-Aufträge (NRW) | Same-Day, Direktfahrten, Kurier- und Kleintransporte | 10–18 % Provision je gefahrenem Auftrag, kein Abo, keine Börsen-Lizenz | Kernzielgruppe: Pkw bis 3,5-t-Koffer |
| Direktkunden & Ausschreibungen | Rahmenverträge, feste Touren | Vertrieb kostet Zeit statt Gebühr | Planbar, aber langer Aufbau |
Kriterium 1: Passt die Ladung zum Fahrzeug?
Auf den klassischen Börsen dominieren palettierte Sendungen und Komplettladungen für LKW ab 7,5 Tonnen – der Anteil, der in einen Sprinter passt, ist klein und schnell vergriffen. Für Transporter-Flotten sind die relevanten Ladungen andere: eilige Einzelsendungen, Ersatzteile, Möbel und Geräte, Same-Day-Zustellungen. Die entstehen weniger auf europäischen Börsen und mehr regional – bei Händlern, Werkstätten, Laboren und Onlineshops. Wer sein Fahrzeugprofil kennt, filtert die Plattformen zuerst danach, nicht nach der Größe des Anbieternamens.
Kriterium 2: Lizenz oder Abrechnung je Auftrag?
Beim Abo-Modell zahlen Sie jeden Monat, egal ob eine einzige passende Fracht dabei war. Eine Drei-Fahrzeug-Flotte, die die Börse nur für Auslastungslücken öffnet, bezahlt die Lizenz damit für wenige Aufträge. Rechnen Sie ehrlich: Lizenzkosten pro Jahr geteilt durch tatsächlich gefahrene Börsen-Aufträge ergibt die wahre Vermittlungsgebühr je Auftrag. Bei Maxmove gilt das umgekehrte Modell: Kein Auftrag, keine Kosten – die Provision fällt nur für gefahrene Aufträge an, und den Verdienst sehen Sie vor der Annahme.
Kriterium 3: Wann kommt das Geld?
In der Speditionskette sind Zahlungsziele von 30 bis 60 Tagen üblich – und wer als Subunternehmer am Ende der Kette fährt, wartet am längsten. Für kleine Flotten ist das ein Liquiditätsthema: Diesel, Löhne und Leasing laufen wöchentlich, die Auftragsvergütung kommt zwei Monate später. Prüfen Sie vor der Anmeldung, wer abrechnet (Plattform oder Auftraggeber), welches Zahlungsziel gilt und ob es Absicherung bei Ausfällen gibt. Eine Plattform, die die Abrechnung übernimmt und verlässlich auszahlt, ist für die Kasse oft mehr wert als ein paar Prozent mehr Frachtpreis auf dem Papier.
Kriterium 4: Was passiert nach der Annahme?
Eine Börse endet mit dem Zuschlag – danach beginnen Telefonate: Wo ist der Fahrer, wann kommt die Ladung, wo bleibt der Ablieferbeleg? Wer vermittelte und eigene Aufträge getrennt verwaltet, verliert genau dort die Marge wieder. Achten Sie darauf, ob die Plattform Disposition, Live-Tracking und digitalen Abliefernachweis mitliefert oder ob Sie jeden Auftrag manuell in Ihre Abläufe übertragen. Vermittlung ohne Abwicklung ist nur der halbe Weg – bei Maxmove landen angenommene Aufträge direkt im TMS, zusammen mit Ihren eigenen.
So kombinieren kleine Flotten die Kanäle
In der Praxis fährt kaum ein Betrieb nur über eine Quelle. Das belastbare Muster: Stammkunden als Grundlast, planbar über feste Touren; Maxmove Plattform-Aufträge als Auslastung für Lücken und Rückwege, mit Verdienst vor der Annahme und ohne Bieten. Beide Quellen disponieren Sie im Maxmove TMS auf demselben Board. Eine Börsen-Lizenz brauchen Sie dafür nicht: Plattform-Aufträge kosten kein Abo, die Provision von 10–18 % fällt nur bei gefahrenen Aufträgen an. Wie Sie Stammkundschaft systematisch aufbauen, zeigt der Ratgeber Mehr Aufträge für Ihren Kurierdienst.
Aufträge ohne Börsen-Lizenz: Maxmove für Flotten bis 3,5 t
Maxmove bringt Transporter-Flotten passende Aufträge ohne Börsen-Lizenz: Kurier-, Same-Day- und Direktfahrten von Maxmove-Kunden in NRW, zugeschnitten auf Pkw bis zum 3,5-t-Koffer. Route und Verdienst sehen Sie vor der Annahme, es gibt kein Bieten und kein Abo; Maxmove berechnet 10–18 % Provision je gefahrenem Auftrag und übernimmt die Abrechnung. Angenommene und eigene Aufträge disponieren Sie im selben System, mit Fahrer-App, Live-Tracking und digitalem Abliefernachweis. Ihre eigenen Kunden buchen über Ihre Buchungsseite mit Live-Preisen, Rechnungen gehen als XRechnung oder ZUGFeRD raus. Details für Transportunternehmen: Plattform-Aufträge bei Maxmove und das Maxmove TMS für die eigene Flotte.



