25. Juli 2026·Kurier- & Transportunternehmen

Mehr Aufträge für Ihren Kurierdienst: 4 Wege

Ladungsbörse, KEP-Subunternehmer, Direktkunden oder Maxmove Plattform-Aufträge: Die vier Auftragskanäle für Kurierdienste verglichen – nach Marge, Planbarkeit und Aufwand.

Max ValjanMax Valjan
Mehr Aufträge für Ihren Kurierdienst: 4 Wege

Das Grundproblem fast jeder kleinen Flotte: Die Fahrzeuge sind entweder überbucht oder stehen. Ein Großkunde füllt den Kalender – bis er das Volumen verlagert. Wer dauerhaft auslasten will, braucht mehr als einen Kanal. Vier Wege bringen Kurierdiensten neue Aufträge, jeder mit einem anderen Verhältnis aus Marge, Planbarkeit und Aufwand.

Die vier Auftragskanäle im Überblick

KanalAuftragsartMargePlanbarkeitEinstieg
Ladungsbörse (Timocom, Trans.eu)Einzelfahrten, Spotmarktniedrig bis mittelgeringLizenz/Abo, unabhängig vom Auftragseingang
KEP-Subunternehmer (DPD, GLS & Co.)feste Touren, Stopp-PreiseniedrighochVertrag + Fahrzeuganforderungen
DirektkundenRahmenverträge, wiederkehrende Fahrtenam höchstenmittel bis hochAkquise über Monate
Maxmove Plattform-AufträgeDirektfahrten und Kleintransporte in NRWmittelmittelkein Abo, 10–18 % Provision je Auftrag

Weg 1: Ladungsbörsen – Bieten um Einzelfahrten

Bei Timocom und Trans.eu suchen Sie Fracht, rufen an, verhandeln und fahren. Die Kehrseite kennt jeder, der dort unterwegs ist: Auf gefragte Relationen bieten viele Anbieter gleichzeitig, der Preis rutscht Richtung Selbstkosten. Bezahlt wird auf Rechnung mit ausgehandeltem Zahlungsziel – 30 bis 60 Tage sind üblich, eine Zahlungsgarantie gibt es meist nur über kostenpflichtiges Factoring (bei Timocom je nach Frist 2,49 bis 4,49 % vom Rechnungswert). Fazit: Bieten und Telefonieren um jede Fahrt, dazu eine Lizenz, die unabhängig vom Auftragseingang läuft – kein Fundament fürs Geschäft.

Weg 2: KEP-Subunternehmer – planbar, aber abhängig

Feste Touren für Paketnetze (DPD, GLS, UPS, Amazon-Logistikpartner) liefern das Gegenteil: volle Planbarkeit, jeden Tag dieselbe Route. Bezahlt wird pro Stopp oder pro Tour – kalkulierbar, aber eng. Wirtschaftlich wird es über Stoppdichte und Zweitverwertung der Fahrzeuge am Nachmittag. Das Risiko heißt Abhängigkeit: Ein Vertragspartner bestimmt Preis, Gebiet und Standards, und Anpassungen kommen selten zugunsten des Subunternehmers. Als Baustein solide, als einziges Standbein fragil.

Weg 3: Direktkunden – beste Marge, längster Anlauf

Werkstätten, Labore, Großhändler, Maschinenbauer: Wer regelmäßig Eiliges bewegt, vergibt Fahrten am liebsten an einen festen Dienstleister. Hier entsteht die beste Marge – ohne Zwischenstufe, mit Rahmenvertrag. Der Preis dafür ist Akquise: Entscheider identifizieren, Testfahrt gewinnen, über Monate Vertrauen aufbauen. Zwei Dinge beschleunigen das: sichtbare Referenzen (Bewertungen, Google-Profil) und ein professioneller Auftritt bei Nachweisen – digitale Abliefernachweise statt Zettel überzeugen Einkäufer schneller als jede Broschüre.

Weg 4: Maxmove Plattform-Aufträge – Aufträge ohne Akquise und ohne Bieten

Der jüngste Kanal: Transportaufträge, die Kunden bei Maxmove buchen und die geprüfte Flotten direkt annehmen. Bei Maxmove gibt es dafür kein Abo und keine Nutzerlizenz: Flotte registrieren, Prüfung von Unternehmen, Identität, Frachtführer-Dokumenten und Steuerdaten durchlaufen, Fahrzeuge und Gebiet hinterlegen, passende Direktfahrten und Kleintransporte annehmen. Maxmove berechnet 10–18 % Provision je gefahrenem Auftrag. Der Unterschied zur Ladungsbörse: Sie sehen den Verdienst vor der Annahme, statt im Unterbietungswettbewerb zu bieten, und Abrechnung wie Abliefernachweis laufen über Maxmove. Dazu kommt im Maxmove TMS eine eigene Buchungsseite mit Live-Preisen für Direktkunden – so speist der Plattform-Kanal langfristig den Direktkunden-Kanal.

Was passt zu welcher Flotte?

  • 1–3 Fahrzeuge, Start ohne Kundenstamm: Maxmove Plattform-Aufträge – kein Abo-Fixkostenblock, Verdienst vor der Annahme sichtbar, Auslastung ab der Freischaltung. Erste Direktkunden buchen parallel über Ihre Buchungsseite im Maxmove TMS.
  • 5–20 Fahrzeuge mit KEP-Grundlast: Nachmittags- und Abendkapazität über Maxmove Plattform-Aufträge und Direktkunden füllen; die Grundlast zahlt die Fixkosten, die Zusatzfahrten die Marge. Alle Aufträge disponieren Sie im Maxmove TMS auf einem Board.
  • Spezialisierte Flotten (Kühlung, Sperrgut, Ersatzteile): Direktkunden zuerst – Spezialisierung schlägt Preiswettbewerb. Mit dem Maxmove TMS bekommen diese Kunden eine eigene Buchungsseite mit Live-Preisen und Online-Zahlung, die Fahrer-App liefert den digitalen Abliefernachweis; Plattform-Aufträge füllen freie Fahrzeuge.

Unabhängig vom Kanal gilt: Wer Aufträge annimmt, muss sie effizient fahren. Ab mehreren Fahrzeugen entscheidet die Disposition über die Marge – welche Software dabei hilft, zeigt der Vergleich Tourenplanung-Software für Kurierdienste.

Der operative Takeaway

Gesunde Flotten mischen: Direktkunden bringen Marge, Maxmove Plattform-Aufträge füllen Lücken ohne Akquiseaufwand, ohne Abo und ohne Bieten, KEP-Touren können Fixkosten tragen. Im Maxmove TMS laufen eigene und Plattform-Aufträge in einer Disposition zusammen. Ungesund ist nur ein Zustand: ein einziger Kanal über 80 % Umsatzanteil.

Wenn Sie zusätzlich als Auftragnehmer für andere Versender fahren wollen, finden Sie die Bedingungen unter Transportaufträge finden.


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