Geofencing
Geofencing erzeugt Ereignisse, wenn Fahrzeuge virtuelle Zonen betreten oder verlassen. Erklärung mit Ablauf, Einsatzfällen und Grenzen.
Redaktion und Fachprüfung: Max Valjan · Zuletzt aktualisiert: 18. August 2026
Geofencing legt eine virtuelle Zone um einen realen Ort, etwa Depot, Abholadresse oder Lieferstelle. Meldet ein Fahrzeug den Eintritt oder Austritt, kann das System einen Status aktualisieren, einen Zeitstempel speichern oder eine Benachrichtigung auslösen.
So funktioniert ein Geofence
Ein Standort wird als Kreis oder Polygon definiert. Eine Telematik-Quelle sendet aktuelle Positionen. Das System vergleicht jeden Punkt mit der Zone und erzeugt beim Wechsel über ihre Grenze ein Ereignis. Im TMS wird dieses Ereignis dem passenden Fahrzeug, Auftrag und Stopp zugeordnet.
Beispiel: automatische Ankunft
Um ein Werksgelände wird eine Zone mit 250 Metern Radius gelegt. Fahrzeug 12 fährt um 08:53 Uhr hinein. Das System setzt den Stopp auf „angekommen“ und informiert die Disposition. Um 09:17 Uhr verlässt das Fahrzeug die Zone; daraus ergibt sich eine Aufenthaltsdauer von 24 Minuten. Eine Signatur oder ein Foto bleibt trotzdem erforderlich, wenn die tatsächliche Warenübergabe nachgewiesen werden soll.
Geeignete Einsatzfälle
- automatische Ankunfts- und Abfahrtsmeldungen
- Aktualisierung der ETA nach einem Stopp
- Hinweise bei Einfahrt in Depot oder Sperrgebiet
- Analyse wiederkehrender Wartezeiten
- Kundenavisierung kurz vor der Zustellung
Grenzen und Fehlerquellen
Zu kleine Zonen können wegen GPS-Abweichungen flackern; zu große Zonen melden eine Ankunft zu früh. Mehrere nahe Ladepunkte, Funklöcher und mehrstöckige Gebäude erschweren die Zuordnung. Die Zonengröße sollte deshalb anhand realer Fahrten geprüft werden.
Geofencing automatisiert Statusereignisse, ersetzt aber weder die operative Prüfung durch die Disposition noch einen belastbaren Zustellnachweis. Maxmove verbindet solche Ereignisse mit der jeweiligen Tour, damit ihre Bedeutung im Kontext sichtbar bleibt.
Eintritt, Aufenthalt und Austritt
Ein 250-Meter-Beispiel zeigt, was eine Zone tatsächlich belegt.
Eintritt
08:53 Uhr
Status „angekommen“
Aufenthalt
24 Minuten
Zeit innerhalb der Zone
Austritt
09:17 Uhr
kein Übergabebeweis
Eigene Maxmove-Beispieldaten; Radius und Ereignisregeln müssen an den realen Standort angepasst werden.