Ladungssicherung im PKW
Welche Möglichkeit der Ladungssicherung gibt es in einem PKW? Die Antwort auf die Theoriefrage – und praktische Regeln für Kofferraum, Rückbank und Dach.
Redaktion und Fachprüfung: Max Valjan · Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2026
Auch im privaten PKW gilt § 22 StVO: Ladung muss so verstaut sein, dass sie bei Vollbremsung oder Ausweichmanöver nicht verrutscht, umfällt oder durch den Innenraum fliegt. Die Frage taucht wörtlich in der Führerscheinprüfung auf – und ist gleichzeitig Alltag für jeden, der einen Möbelkauf nach Hause fährt.
Welche Möglichkeit der Ladungssicherung gibt es in einem PKW?
Die snippet-kurze Antwort – im PKW sichern Sie Ladung durch:
- Zurrgurte an den Verzurrösen im Kofferraum
- Antirutschmatten unter der Ladung
- Trennnetz oder Trenngitter zwischen Laderaum und Sitzen
- Formschlüssiges Verstauen: Ladung lückenlos packen, Hohlräume ausfüllen
- Verriegelte Rücksitzlehnen als Barriere für Ladung im Kofferraum
In der Fahrschul-Theoriefrage sind „Verzurren mit Gurten", „Antirutschmatten" und „Trennnetz/Trenngitter" die richtigen Antworten – lose übergelegte Decken sind es nicht.
Die praktischen Grundregeln
- Schwer nach unten und nach vorn: Schwere Gegenstände gehören in den Kofferraum, direkt an die Rücksitzlehne. Je näher am Fahrzeugschwerpunkt, desto geringer die Kräfte.
- Nichts lose auf Hutablage oder Rückbank: Ein 1,5-kg-Gegenstand wird bei 50 km/h zum 50-kg-Geschoss.
- Kleinteile bündeln: Boxen, Kisten oder Taschen statt loser Einzelteile.
- Rücksitzlehnen einrasten: Nur verriegelte Lehnen halten Ladung zurück.
Wenn die Ladung größer ist als das Auto
- Überstand nach hinten: bis 1,5 m erlaubt (bis 3 m bei Fahrten unter 100 km), ab 1 m Überstand ist eine Kennzeichnung Pflicht – etwa eine hellrote Fahne (30 × 30 cm).
- Dachtransport: nur mit geeignetem Träger, Herstellerangaben zur Dachlast beachten, Gurte nach den ersten Kilometern nachziehen.
- Kofferraum offen fahren ist keine Lösung: Abgase, unsichere Ladung, verdecktes Kennzeichen.
Spätestens wenn Sofa, Waschmaschine oder Schrank „irgendwie schon passen" sollen, ist der ehrliche Vergleich fällig: Ein Kleintransport mit passendem Fahrzeug inklusive Zurrgurten, Decken und optionaler Tragehilfe kostet oft weniger als ein beschädigter Innenraum – und ist in Minuten gebucht.
Bußgelder bei Verstößen
Ungesicherte Ladung kostet ab 35 €, mit Gefährdung 60 € und einen Punkt in Flensburg. Bei einem Unfall durch ungesicherte Ladung drohen zusätzlich Mithaftung und Probleme mit der Versicherung – unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat.