Transportaufträge für Selbstständige
Als Einzelunternehmer oder Subunternehmer fahren, ohne Abo-Gebühr und ohne Bieterverfahren – Sie sehen die Vergütung, bevor Sie zusagen.
Wer allein oder mit ein bis zwei Fahrzeugen unterwegs ist, hat ein anderes Problem als eine Flotte: Nicht die Disposition ist der Engpass, sondern die gleichmäßige Auslastung. Ein guter Tag mit drei Aufträgen nützt wenig, wenn zwei Tage später nichts kommt.
Deshalb ist die Frage nach der Gebührenstruktur entscheidend. Ein Monatsabo für Listenzugang kostet in schwachen Wochen genauso viel wie in starken. Eine Beteiligung pro gefahrenem Auftrag skaliert dagegen mit Ihrem tatsächlichen Umsatz – in einer leeren Woche zahlen Sie nichts.
Zur Selbstständigkeit im Güterverkehr gehört außerdem die Abgrenzung zur Scheinselbstständigkeit. Wer dauerhaft nur für einen Auftraggeber fährt, dessen Weisungen unterliegt und kein unternehmerisches Risiko trägt, kann sozialversicherungsrechtlich als Arbeitnehmer eingestuft werden. Mehrere Auftraggeber, eigenes Fahrzeug und die Freiheit, Aufträge abzulehnen, sprechen dagegen.