Eine Direktfahrt mit dem Transporter kostet in Deutschland als Richtwert 1,00 bis 1,50 € pro Kilometer – mit dem Kastenwagen ab 0,90 €, mit dem 3,5-t-Koffer bis 1,90 €. Für Kurzstrecken gilt ein Mindestpreis, ab etwa 200 km sinkt der Kilometerpreis spürbar. Dieser Ratgeber zeigt die Spannen je Fahrzeugklasse, die fünf Faktoren dahinter und zwei Rechenbeispiele – und wo Sie statt Richtwerten einen verbindlichen Sofortpreis bekommen.
Kilometerpreise nach Fahrzeugklasse
| Fahrzeugklasse | Richtwert pro km | Beispiel 100 km |
|---|---|---|
| Kastenwagen (bis ca. 600 kg) | 0,90–1,30 € | 90–130 € |
| Transporter (bis ca. 1 t) | 1,00–1,50 € | 100–150 € |
| Sprinter (bis ca. 1,2 t / 4 Paletten) | 1,20–1,70 € | 120–170 € |
| 3,5-t-Koffer (bis 8 Paletten) | 1,40–1,90 € | 140–190 € |
Alle Werte inklusive Fahrer, netto, ohne Zusatzleistungen. Die Spannen sind Marktrichtwerte für Direktfahrten innerhalb Deutschlands – der konkrete Preis hängt von Route, Zeitfenster und Auslastung ab. Welche Klasse Ihre Ladung braucht, zeigt der Blick auf Maße, Ladefläche und Zuladung der Transporterklassen.
Warum Kurzstrecken pro Kilometer teurer sind
Jede Fahrt trägt Grundkosten, die unabhängig von der Strecke anfallen: Anfahrt, Beladung, Abladung, Papierkram. Bei einer 15-km-Stadtfahrt verteilen sich diese Kosten auf wenige Kilometer – deshalb rechnen Anbieter dort mit Mindestpreisen, meist zwischen 40 und 90 € je nach Fahrzeug. Ab etwa 200 km dreht sich das Bild: Die Grundkosten fallen kaum noch ins Gewicht, und der Kilometerpreis nähert sich dem unteren Ende der Spanne. Eine 400-km-Fahrt kostet pro Kilometer deutlich weniger als eine 40-km-Fahrt mit demselben Fahrzeug.
Die fünf Preisfaktoren
- Distanz. Der Haupttreiber. Relevant ist die tatsächliche Route, nicht die Luftlinie – und ob der Fahrer leer zurückfährt oder eine Anschlussladung hat.
- Fahrzeugklasse. Vom Kastenwagen bis zum 7,5-Tonner: größeres Fahrzeug, höherer Kilometersatz. Überdimensionieren kostet unnötig – zwei Europaletten brauchen keinen Koffer-LKW.
- Zeitfenster. Sofortabholung, feste Zustellzeit oder Wochenendfahrt kosten Zuschlag. Ein flexibles Tagesfenster ist die günstigste Variante.
- Gewicht und Maße. Sie entscheiden über die Fahrzeugklasse und über Extras wie Hebebühne oder eine zweite Person zum Tragen.
- Zusatzleistungen. Tragehilfe, Wartezeit an der Rampe, gekühlter Transport oder zusätzliche Stopps kommen auf den Streckenpreis obendrauf.
Zwei Rechenbeispiele
Die klassische Formel: Kilometerkosten × Distanz + Grundkosten + Zuschläge.
Beispiel 1 – regional: 150 km mit dem 3,5-Tonner: 1,10 € × 150 km = 165 € Fahrstrecke, plus 40 € Grundkosten, plus 25 € Tragehilfe – zusammen rund 230 €.
Beispiel 2 – national: 420 km mit dem Sprinter, vier Paletten, flexibles Tagesfenster: Durch die Streckendegression greift der untere Rand der Spanne, etwa 1,20 € × 420 km = 504 €, plus 40 € Grundkosten – zusammen rund 545 €. Pro Kilometer ist das günstiger als jede Stadtfahrt.
Wann lohnt sich die Direktfahrt?
Gegenüber der Sammelgut-Spedition kauft die Direktfahrt Zeit und Kontrolle: keine Umladung, kein Hub, ein Fahrer von Abholung bis Zustellung – Zustellung am selben Tag statt in zwei bis vier Werktagen. Das lohnt sich, wenn Stillstand teurer ist als der Transport: das fehlende Ersatzteil in der Produktion, die Messeware, der Vertragstermin. Für unkritische Standardsendungen unter 30 kg bleibt der Paketdienst die günstigere Wahl; für palettierte Ware ohne Zeitdruck die Spedition. Mehr zur Abgrenzung: Direktfahrt im Detail und Expresskurier für zeitkritische Sendungen.
Vom Richtwert zum verbindlichen Preis
Richtwerte helfen beim Budgetieren, verbindlich sind sie nicht. Bei Maxmove geben Sie Route und Fahrzeug ein und sehen in etwa 30 Sekunden den echten, sofort buchbaren Preis – alle Zuschläge eingerechnet, ohne Angebotsschleife per E-Mail oder Telefon. Ab Buchung laufen Live-Tracking und digitaler Abliefernachweis automatisch mit, bis 7,5 t, auf Wunsch gekühlt. Testen kostet nichts: Transportkosten für Ihre Route berechnen.



