25. Juli 2026·Logistik-Ratgeber

Transportdaten Deutschland 2026: Markt, Paletten- und Fahrzeugreferenz

Offene Referenzdaten zum deutschen Güterverkehr, zu Europaletten und Transportern – mit Quellen, Abrufdatum, Berechnungsmethode, Änderungsprotokoll und CSV unter CC BY 4.0.

Max ValjanMax Valjan
Transportdaten Deutschland 2026: Markt, Paletten- und Fahrzeugreferenz

Der deutsche Güterverkehr bewegte 2024 rund 4,24 Milliarden Tonnen, davon 3,34 Milliarden Tonnen auf der Straße. Eine Europalette misst dabei unverändert 1.200 × 800 × 144 mm, wiegt ungefähr 25 kg und hat eine Tragfähigkeit von 1.500 kg. Zwischen diesen beiden Größenordnungen entscheidet sich jeder einzelne Transport – und dafür reicht die Zahl der Stellplätze allein nicht: Türöffnung, Radkästen, Aufbau, tatsächliche Nutzlast und Ladungssicherung bleiben verbindlich. Dieser offene Datensatz trennt deshalb Herstellerangaben, amtliche Statistik, eigene Berechnungen und Maxmove-Buchungsgrenzen sauber voneinander und verlinkt jede Quelle mit Abrufdatum.

CSV-Datensatz herunterladen · Version 2.0 · Stand: 26. Juli 2026 · CC BY 4.0 · Änderungsprotokoll · Geprüft von Max Valjan, Gründer von Maxmove

Bodenlänge von Caddy Cargo, Caddy Cargo Maxi und Sprinter im Vergleich zum Maß einer Europalette

Der Markt: wie viel Straße im deutschen Güterverkehr steckt

KennzahlWertBezugsjahrQuelle
Beförderungsmenge Straße3.340.700 Tsd. t2024Destatis
Beförderungsleistung Straße474.500 Mio. tkm2024Destatis
Anteil Straße an der Menge78,9 %2024Maxmove-Berechnung
Anteil Straße an der Leistung70,7 %2024Maxmove-Berechnung
Lkw-Bestand3.896.4021.1.2026KBA

Die Straße trägt knapp vier Fünftel der bewegten Tonnage und rund sieben Zehntel der Verkehrsleistung. Der Unterschied zwischen beiden Anteilen ist die eigentliche Aussage: Straßentransporte sind im Mittel kürzer als Bahn- oder Binnenschiffstransporte, weshalb die Straße bei der Menge stärker dominiert als bei der Leistung.

Wichtige methodische Einschränkung: Die Straßengüterverkehrszahlen sind keine Vollerhebung. Sie stammen aus einer Stichprobenerhebung, die das Kraftfahrt-Bundesamt seit Mai 1994 laufend durchführt und die sowohl den gewerblichen Verkehr als auch den Werkverkehr umfasst. Es sind belastbare Schätzungen mit Stichprobenfehler, keine gezählten Einzelfahrten. Der Fahrzeugbestand des KBA ist dagegen eine Stichtagszählung zum 1. Januar.

Palette und Fahrzeug: die wichtigsten Werte

ReferenzLadefläche / KennzahlEuropalettenHerkunft
EPAL 11.200 × 800 × 144 mm; ca. 25 kgEPAL-Spezifikation
VW Caddy Cargo1.797 mm Bodenlänge; mindestens 1.230 mm Ladebreite; Hecköffnung 1.234 mm2 rechnerische StellplätzeMaxmove-Geometrie auf VW-Maßen
VW Caddy Cargo Maxi2.150 mm Bodenlänge; 3,7 m³ VolumenkonfigurationsabhängigVW-Spezifikation
Mercedes-Benz Sprinter Kastenwagenbis 4.810 mm Bodenlänge; bis 2.593 kg Nutzlastsiehe Hinweis untenMercedes-Benz

Kurzantwort: In einen regulären Caddy Cargo passen geometrisch zwei EPAL-1-Grundflächen, wenn sie mit 1.200 mm quer und zweimal 800 mm längs stehen. Für den Sprinter Kastenwagen veröffentlicht dieser Datensatz bewusst keine Palettenzahl – die Begründung steht im Abschnitt „Was wir zurückgezogen haben". Beides ist ohnehin keine Freigabe für jede Beladung: Nutzlast, Türen, Aufbau und Sicherung müssen zum konkreten Fahrzeug passen.

Methodik

Wir haben ausschließlich öffentlich zugängliche Primärquellen verwendet:

  1. Die Maße, das ungefähre Eigengewicht und die Tragfähigkeit der EPAL 1 stammen von der European Pallet Association und ihrem Produktdatenblatt.
  2. Ladebodenlänge, Ladebreite, Volumen sowie Heck- und Schiebetürmaße des Caddy Cargo stammen aus der technischen Zeichnung von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die maximalen Nutzlastwerte stammen aus dem Caddy-Cargo-Flyer.
  3. Maximale Bodenlänge und Nutzlast des Sprinter Kastenwagens stammen von Mercedes-Benz.
  4. Die Marktzahlen stammen vom Statistischen Bundesamt (Beförderungsmenge und -leistung nach Verkehrsträgern) und vom Kraftfahrt-Bundesamt (Fahrzeugbestand am 1. Januar 2026).
  5. Die Maxmove-Buchungsklassen im Zuladungsrechner sind Buchungsgrenzen der Plattform, keine Fahrzeug-Herstellerwerte.

Die Caddy-Rechnung lautet: 1.200 mm Palettenbreite passen in mindestens 1.230 mm Ladebreite; zweimal 800 mm Palettenlänge benötigen 1.600 mm und liegen damit unter 1.797 mm Ladebodenlänge. Nicht berücksichtigt sind Innenverkleidung, Radkastenüberstand, Zurrpunkte und individuelle Aufbauten.

Die Türöffnung entscheidet mit

Eine passende Grundfläche nützt nichts, wenn die Palette nicht hineinkommt. Die bereits zitierte VW-Zeichnung veröffentlicht diese Maße mit:

ÖffnungCaddy CargoCaddy Cargo Maxi
Hecköffnung, Breite1.234 mm1.234 mm
Hecköffnung, Höhe1.122 mm (Flügeltüren)1.122 mm
Schiebetür, Breite695 mm836 mm

Daraus folgt konkret: Eine 1.200 mm breite Palette geht durch eine 1.234 mm breite Hecköffnung – mit 34 mm Gesamtspiel, also 17 mm je Seite, und zwar vor Verkleidung, Scharnieren und Ladungssicherungshardware. Das ist rechnerisch möglich und praktisch unbequem. Über die Seitentür lässt sich beim regulären Cargo gar nicht palettieren: 695 mm sind schmaler als die 800-mm-Seite der Palette. Beim Maxi sind es 836 mm – genau deshalb bewirbt Volkswagen dessen breitere Schiebetür ausdrücklich als „u. a. passend für Europaletten".

Stellplatz ist nicht gleich Nutzlast

PrüfungWarum sie nötig istVerbindliche Quelle
GrundflächeWare muss geometrisch in den Laderaum passenHerstellermaß
TüröffnungEine passende Grundfläche muss auch eingeladen werden könnenHerstellermaß, siehe oben
NutzlastFahrzeug, Personen, Kraftstoff und Ladung zählen zusammenFahrzeugschein
SchwerpunktGewicht muss sicher verteilt werdenBelade- und Sicherungsplan
LadungssicherungPalette darf bei Bremsen oder Ausweichen nicht verrutschenVerantwortliche Verladung

Eine EPAL 1 kann bis zu 1.500 kg tragen. Das heißt nicht, dass ein Caddy oder Sprinter diese Masse als Fahrzeugnutzlast aufnehmen darf. Maßgeblich ist immer das konkrete Fahrzeug: zulässiges Gesamtgewicht minus tatsächliches Leergewicht und weitere anrechenbare Lasten.

Wie alt ist eine Zahl?

Jede Zeile führt seit Version 2.0 zwei Datumsangaben: retrieved_at – wann wir den Wert zuletzt an der Quelle geprüft haben – und source_published_at – wann die Quelle selbst veröffentlicht wurde. Das ist kein Formalismus. Die Nutzlastwerte des Caddy Cargo (744 kg beziehungsweise 767 kg beim Maxi) stammen aus einem Flyer mit dem Vermerk „Ausgabe: September 2020". Der Wert ist korrekt zitiert und trotzdem sechs Jahre alt, und VW selbst schreibt dazu, die zulässige Zuladung variiere je nach Ausstattung. In Version 1 war dieses Alter aus den Daten nicht erkennbar; jetzt ist es eine Spalte.

Wer den Datensatz weiterverwendet, sollte die Herstellerwerte für eine konkrete Beschaffungs- oder Beladeentscheidung an der Quelle nachprüfen. Für das eigene Fahrzeug gilt ohnehin der Fahrzeugschein: zulässiges Gesamtgewicht (F.1/F.2) minus Leergewicht (G).

Was wir zurückgezogen haben

Version 1 dieses Datensatzes nannte für den Sprinter Kastenwagen sechs Europaletten als Höchstwert und kennzeichnete ihn als Herstellerangabe. Wir konnten ihn in keinem Mercedes-Benz-Dokument reproduzieren: Die damals verlinkten URLs sind Modellübersichtsseiten ohne diese Angabe, und die einzige auffindbare Mercedes-Angabe nennt für eine Konfiguration mit 11,4 m³ und 3.300 mm Innenlänge fünf Europaletten. Zusätzlich widersprach der Wert unseren eigenen veröffentlichten Angaben im Sprinter-Ratgeber und im Zuladungsrechner.

Die Zeile ist deshalb ersatzlos entfallen. Wir veröffentlichen bewusst keinen ersetzenden Palettenwert, solange uns kein technisches Mercedes-Datenblatt mit Laderaumbreite je Radstand vorliegt: Ein fehlender Wert lässt sich nachtragen, eine zweite ungeprüfte Zahl beschädigt den ganzen Datensatz. Die belegten Sprinter-Werte – bis 4.810 mm Bodenlänge und bis 2.593 kg Nutzlast – bleiben enthalten.

Was der Datensatz enthält

SpalteBedeutung
record_typepallet, vehicle, platform (Maxmove-Buchungsklasse) oder market
value_typeofficial (unverändert aus der Quelle), calculated (Maxmove-Rechnung) oder platform (Buchungsgrenze)
confidenceverified, unverified oder superseded – unabhängig davon, woher der Wert stammt
record_idstabile Kennung je Zeile, damit ein einzelner Wert zitierbar bleibt
retrieved_at / source_published_atPrüfdatum und Veröffentlichungsdatum der Quelle
value_upperObergrenze, wenn die Quelle eine Spanne nennt; value bleibt der konservative Wert

Version 2.0 hängt ausschließlich neue Spalten an. Wer Version 1 nach Spaltennamen oder nach Position 0–7 liest, liest Version 2 unverändert weiter. Die unveränderlichen Fassungen liegen unter -v1.csv und -v2.csv; die stabile Zitier-URL bleibt die Datei ohne Versionssuffix.

Bewusst nicht enthalten sind ausgedachte Marktpreise, durchschnittliche Abholzeiten oder Kundenergebnisse. Ein belastbarer deutscher Direktfahrt-Preisindex benötigt eine ausreichend große, anonymisierte Stichprobe realer Angebote mit gleicher Fahrzeugklasse, Distanzdefinition, Region, Zeitfenster und Zuschlagslogik. Sobald diese Grundlage vorliegt und datenschutzrechtlich freigegeben ist, kann sie als getrennte Version mit Stichprobengröße, Median und Quartilen erscheinen.

Für einen konkreten Auftrag liefert der Transportkosten-Rechner den vollständigen Preis. Mit dem Zuladungsrechner wählen Sie die Fahrzeugklasse; Maße und Zuladung der Transporterklassen erklärt der Sprinter- und Transporter-Ratgeber, Palettenmaße im Detail der Beitrag Europalette: Maße und Gewicht. Für eine einzelne Palette führt die Buchung zum Palettentransport.

Nutzung und Zitierhinweis

Der Datensatz steht unter CC BY 4.0: Sie dürfen ihn teilen, verändern und kommerziell nutzen, solange Sie die Quelle nennen. Bitte zitieren Sie ihn als „Maxmove Transportreferenz 2026, Version 2.0" und übernehmen Sie bei Auswertungen die Spalten value_type, confidence, source_url und retrieved_at, damit Herstellerwerte, amtliche Statistik, eigene Berechnungen und Buchungsgrenzen unterscheidbar bleiben. Für Mediennutzung, weitergehende Wiederverwendung oder eine aktualisierte Fassung: Maxmove kontaktieren.


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