Ein eigenes Fahrzeug, freie Zeit und Lust auf selbstbestimmtes Arbeiten – mehr braucht es im Kern nicht, um mit Kurierfahrten Geld zu verdienen. Die entscheidende Frage ist nicht das Fahrzeug, sondern: Woher kommen die Aufträge?
Welches Fahrzeug eignet sich?
Mehr, als viele denken:
- PKW und Kombi: Dokumente, Pakete, Kleinteile, Ersatzteile – das Brot-und-Butter-Geschäft im Stadtkurier.
- Hochdachkombi (Caddy & Co.): der Allrounder für Kartons und kleinere Möbelstücke.
- Transporter bis 3,5 t: Möbel, Sperrgut, Paletten – hier sind die Auftragswerte am höchsten. Wichtig: Zuladung im Blick behalten (siehe Leergewicht im Fahrzeugschein).
Die Wege zu Aufträgen
1. Plattformen und Marktplätze. Der schnellste Einstieg: Sie registrieren sich, werden verifiziert und sehen verfügbare Aufträge in Ihrer Region direkt in der App. Bei Maxmove ist die Registrierung kostenlos; Aufträge nehmen Sie an, wann Sie wollen – vom Dokument bis zum Möbeltransport.
2. Direktkunden. Handwerksbetriebe, Apotheken, Autohäuser und Kanzleien haben regelmäßigen Kurierbedarf. Der Aufbau dauert länger, dafür sind die Margen besser. Realistisch ist das als zweiter Schritt, wenn die Grundauslastung über Plattformen steht.
3. Subunternehmer für Speditionen und KEP. Feste Touren, planbares Einkommen – aber oft enge Zeitvorgaben und Preisdruck. Für den Start mit einem einzelnen Fahrzeug selten die beste Wahl.
Was Sie mitbringen müssen
- Gewerbeanmeldung: Kurierfahrten sind ein Gewerbe – die Anmeldung kostet je nach Kommune wenige Dutzend Euro.
- Führerschein Klasse B reicht für alles bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse.
- Versicherung: Das Fahrzeug braucht eine gewerbliche Nutzung in der Kfz-Versicherung; eine Transportversicherung für die Ladung ist je nach Auftragstyp sinnvoll.
- Zuverlässigkeit: Bewertungen entscheiden auf Plattformen über die nächsten Aufträge. Pünktlichkeit und saubere Übergabe-Dokumentation sind bares Geld.
Wovon der Verdienst abhängt
Pauschale Versprechen („X Euro pro Stunde garantiert") sollten Sie skeptisch machen. Real hängt der Verdienst an vier Faktoren: Fahrzeuggröße (Transporter-Touren zahlen besser als PKW-Fahrten), Region und Auslastung, Leerfahrten-Quote (gute Tourenplanung ist der größte Hebel) und Zusatzleistungen wie Tragehilfe, die extra vergütet werden.
Der schnellste Weg zu den ersten Touren
- Gewerbe anmelden und Versicherung klären
- Bei einer Plattform registrieren und verifizieren lassen
- Erste Aufträge in der eigenen Stadt fahren, Bewertungen sammeln
- Mit wachsender Erfahrung größere Touren und Stammkunden aufbauen
Wie der Einstieg als selbstständiger Fahrer im Detail funktioniert – von der Verifizierung bis zur ersten Auszahlung – beschreibt unser Beitrag Selbstständige Fahrer: Transportaufträge finden.
Fazit
Kurieraufträge mit dem eigenen Fahrzeug sind ein realistischer Weg in die Selbstständigkeit – ohne große Investition, mit flexibler Zeiteinteilung. Der Engpass ist nie das Fahrzeug, sondern der Auftragszugang. Genau den lösen Plattformen: kostenlos als Fahrer registrieren und die ersten Touren in Ihrer Region übernehmen.



